Momentaufnahme

Wenn man mich im Moment fragen würde, wie es mir geht könnte ich darauf gar keine richtige Antwort geben. „Gut“ wäre auf jeden Fall gelogen. Ich kann es nicht genau erklären und erst Recht nicht in Worte fassen. Aber es geht mir einfach nicht so gut. So ist das nun Mal, das Leben ist nicht nur ein Hoch. Manchmal gibt’s da auch ein Tief dazwischen. Aber das heißt ja nicht, dass das ganze Leben Mist ist. Nur eben eine kurze Krise. Warum ich in dieser Krise stecke, das weiß ich genau. Nur wie soll ich das erklären, würde das jemand überhaupt verstehen?

Enttäuschungen gehören einfach dazu, die gibt es hier und da und die geben mir eben dann das Gefühl ich würde in einer Blase sitzen. Zwar mit einem guten Sicherheitsabstand zu allem – Selbstschutz(schild) ist sozusagen aktiviert – aber auch umzingelt von diesen Gedanken die immer wieder um die gleiche Sache kreisen. Warum wird man enttäuscht? Gekränkt. Hat man echt zu hohe Erwartungen? Kann man heutzutage noch irgendjemandem trauen? Muss ich überhaupt jemandem vertrauen, um gut leben zu können? Warum kann ich nicht einfach drüber stehen und Dinge – und Menschen – einfach so akzeptieren wie sie sind? Akzeptieren, dass es einem nicht jeder gut meint. Dass nicht jeder gute Absichten hat. Dass es Egoismus gibt. Dass man ausgenutzt wird. Belogen wird. Dass Menschen manchmal nur vorgeben, sich zu freuen solange man tut was sie wollen! Dass manche Menschen einen nur so lange brauchen, bis man nicht mehr so funktioniert wie sie es von einem verlangt haben. Dass man manchmal einfach nur eine Marionette war, die andere manipulieren wollten. Dass man sich in Menschen täuscht, und die einen dann enttäuschen. Und dass die ehrlichen Menschen eben am öftesten traurig sind und dass die anderen das am Ende nicht kümmert. Dass man traurig sein darf und man es nicht verdrängen muss!

Aber im Moment kann ich meine Gedanken nicht ordnen. Ich fühle mich, als würde mein Leben an mir vorbeiziehen. Als würde ich es mir von der Straßenseite aus ansehen, aus sicherer Entfernung versteht sich. Ich bin eben so! Da passiert was, und ich ziehe mich in mein Schneckenhaus zurück. Nach gewissen Enttäuschungen entwickelt man eine Angst vor genau dem. Dann geht man lieber 2 Schritte zurück bevor man einen nach vorne wagt. Und ich, ich stehe dann da und muss eben warten bis mein kompliziertes Gehirn voller Fantasie und Chaos das Ganze verarbeitet hat. Bis all die Gedanken sich geordnet haben und ich wieder ich selbst bin. Bis meine Lebensfreude wieder zurück ist und ich wieder glücklicher und vor allem unbeschwerter bin. Kummer ist eben ein Gefühlszustand, den man vergehen lassen muss. Der braucht seine Zeit. Und die Zeit heilt alle Wunden! Und wenn die Wunden verheilt sind, dann bekommt man sich selbst endlich wieder Stück für Stück zurück. Und dann fängt das Leben erst so richtig an! Denn dann weiß man wieder einmal mehr, was wirklich zählt und was einem wichtig ist!

Enttäuschungen sind nichts schlechtes, sie helfen uns zu wachsen – machen uns am Ende stärker – und gehören einfach dazu!

Verfasst von

Hi, ich freue mich, dass du auf meiner Seite gelandet bist. Mein Name ist Doreen, ich bin 29 Jahre alt und Mama einer kleinen Tochter. Und ich bin alleinerziehend. Meine Tochter ist meine größte Motivation, mein Antrieb. Und ich will ihr größtes Vorbild sein, auch in Sachen Fitness. Aber vor allem will ich ihr zeigen, dass es wichtig ist sich selbst zu lieben! Wünsche euch viel Spaß auf meiner Seite! Liebe Grüße Doreen & Bella